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Typo3 war in den 90ern ein sehr beliebtes CMS. Es ist nach wie vor zwar ein mächtiges Content-Management-System, jedoch ist es heutzutage meist und zu Recht nicht mehr die erste Wahl. In diesem Artikel diskutieren wir die These, dass TYPO3 nur noch in Ausnahmen verwendet werden sollte. Weshalb manche Agenturen jedoch noch immer darauf setzen und weshalb die meisten Webentwickler lieber auf den Einsatz verzichten, das erklären wir in diesem Artikel.

Komplexität ist nicht gleich Funktionalität

Typo3 ist komplex. Es bietet viel. Aber die Bordmittel sind eher begrenzt. Das Plugin-Verzeichnis von Typo3 umfasst nur einen Bruchteil dessen, was für andere Systeme angeboten wird, bspw. das Repository von WordPress. Das CMS selbst ist mehr als Framework zu verstehen und bedarf einer umständlichen Erweiterung und Anpassung. Dennoch darf nicht unerwähnt bleibe, dass sich Typo3 in der Vergangenheit durchaus bewährt hat. Aber was früher gut war, ist heute nicht immer noch erste Wahl.

Vielleicht ist das auch eines der Haupt-Probleme des Systems. Denn es ist einfach auch sehr alt. Die erste öffentliche Version (3.0) ist von mehr als 20 Jahren, 2001 erschienen. Der Code jedoch hat in der Zwischenzeit viel Erweiterung jedoch nie eine vollständige Konsolidierung erfahren. Ursprünglich wurde es von Kasper Skårhøj entwickelt. WordPress ist zwar nur ungleich jünger, hatte aber früh schon eine größere Entwickler-Community involviert.

Typo3 consists of 2.7 millions lines of code for a punny cms – at least let’s see what they had improved for the new versions of this stupid CMS. Wait a second – Well, nothing major has changed in the past 10 years.

Anonymous

Fünf gute Gründe gegen den Einsatz von Typo3

1. Es ist teuer in der Umsetzung und Wartung

Man mag von TYPO3 halten, was man will, aber im Grunde sind sich alle darin einig, dass die Entwicklung selbst einer einfachen Webseite mit TYPO3 sehr aufwändig ist. Es verursacht unnötig hohe Entwicklungs- und noch höhere Wartungskosten. Das lässt sich heutzutage kaum mehr einem Kunden erklären, weshalb diese oder jene Funktion solch einen finanziellen Mehrbedarf verursacht.

Das bedeutet jedoch nicht, dass man komplexe Projekte mit einem Baukastensystem umsetzen könnte, das wird auch in absehbarer Zeit nicht funktionieren. Aber gerade Custom-Lösungen lassen sich eben auch ganz wunderbar mit WorrdPress realisieren.

2. Mit TYPO3 programmieren sich Agenturen “unentbehrlich”

Erstaunlicherweise ist das CMS vor allem bei deutschen Agenturen noch halbwegs beliebt. Meist ist der Grund jedoch nicht die Stabilität des Systems, sondern schlichtweg seine Komplexität. Jede noch so kleine Änderung oder Erweiterung bedarf einer aufwändigen und unintuitiven Anpassung via TypoScript. Das macht es nicht nur dem Kunden fast unmöglich selbst an der Seite etwas zu verändern, sondern – so die gängige Wahrnehmung – sorgt dafür, dass der Kunde erhalten bleibt und nicht einfach zu einer anderen Agentur wechseln kann.

Wechselschranken sind zwar nicht gänzlich ungewöhnlich bei diesem CMS jedoch sind sie so starr und behäbig, dass selbst die entwickelnde Agentur mit einigem zeitlichem Abstand Problem haben wird die Seite zu administrieren. Fazit: TYPO3 ist eine in PHP gemeißelte Wechselhürde.

3. TYPO3 ist umständlich und unintuitiv zu bedienen

Denn, und damit sind wir direkt beim nächsten Punkt, das Backend von Typo3 hat sich seit Anbeginn nicht wesentlich verändert. Das gesamte Konstrukt basiert auch heute noch wesentlich auf Frames, einer Technologie die in diesem Jahrhundert nur noch in Ausnahmen etwas zu suchen hat.

Die Schrift ist klein, die Logik vielfach nicht nachvollziehbar und die Bedienung nicht wirklich vermittelbar. Viel schlimmer ist jedoch, dass man dem Backend einfach anmerkt, dass es eindeutig vor allem an Anwender mit umfangreichen technischen Kenntnissen richtet. Von der Struktur über die Menülabels bis hin zur inhärenten Logik der Inhaltsverwaltung. Kurz: Das Backend von Typo3 ist eine “unergonomische” Zumutung.

4. Es ist hässlich (vor allem das Backend)

Nun ja, wir meinen natürlich das Backend. Das Frontend liegt ja immer noch in der Verantwortung der Entwickler. Aber man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass das Typo3-Backend zu den hässlichsten Interfaces gehört, die die CMS-Welt hervorgebracht hat. Dass es wie gesagt immer noch auf Frames basiert, eine Technologie, die die Jahrtausendwende niemals hätte überleben dürfen, passt dann irgendwie perfekt zum altbackenen Rest. Die zu kleine Schrift und – mit Verlaub – potthässliche Farbgebung runden das murksige Gemurkse perfekt ab. Herzlich willkommen im “I don’t want to use this” Land.

Node-basierter Baum. Hässliches Backend. Augenpulver. das ist Typo3.
Node-basierter Content-Baum. Hässliches Backend (immerhin nicht mehr ganz so schlimm wie früher). Kryptische Labels. Augenpulver. Das ist TYPO3.

5. Es ist überkomplex

Man kann es eigentlich in wenigen Sätzen zusammenfassen: Ein System, das den gestiegenen Ansprüchen der Nutzer heutzutage gerecht werden möchte, muss vor allem einfach zu bedienen und leicht zu pflegen sein. Gleichzeitig muss es aber auch gut skalierbar, transparent und performant sein. Typo3 ist gerade diesbezüglich einfach nicht mehr konkurrenzfähig.

Es ist vor allem ein überkomplexes und daher behäbiges System und für den Endverbraucher im Vergleich zu anderen Tools einfach unintuitiv. Ich bin davon überzeugt, dass es vielfach nur noch deswegen eingesetzt wird, weil es eine so steile und damit anspruchsvolle Lernkurve mit sich bringt, dass eigentlich niemand außer den Entwicklern selbst mit diesem System arbeiten kann und will. Nachhaltig ist das nicht. Überzeugend erst recht nicht. Über Kundenorientierung brauchen wir gar beim Thema Ergonomie nicht nachzudenken.

Sicher: Auch WordPress kann schrecklich unübersichtlich werden. Das liegt dann aber in der Regel an der Verwendung unprofessionell programmierter Plugins, die sich insbesondere bei der Gestaltung der Einstellungsseiten, nicht an die grundlegendsten Gestaltungsrichtlinien halten. Wer einfach wahllos Erweiterungen installiert, endet in einem Backend, in dem die Sidebar für jedes Plugin einen eigenen Menüeintrag enthält, die Arbeitsoberfläche vor Werbung und Upgrade-Hinweisen nur noch blinkt und das System langsam und unsicher wird. Wie so oft: Gerade komplexe Tools sind nur so sicher wie der Anwender es zulässt.

TypoScript bringt auch keinen Spaß.
TypoScript

Wer also darauf setzen möchte, dass Kunden zufrieden sind, dass Systeme dauerhaft stabil und technisch modern sind, der sollte einen großen Bogen um TYPO3 machen und den Anbieter wechseln.

Sie haben noch kein WordPress im Einsatz?

Weil das System früher so beliebt war, es aber nur mit so einem großen Arbeitsaufwand gepflegt werden kann, existieren heutzutage immer noch sehr viele Seiten, die unbedingt ein technisches Update erfahren sollten. Kein Problem. Wir von enym – medienkompetenz bekommen jedes noch so komplexe System auf ein modernes und intuitiv zu bedienendes WordPress migriert. Kontaktieren Sie uns einfach – unverbindlich und kostenlos. Wir beraten Sie gern und prompt.

Und zum Abschluss noch ein paar versöhnliche Worte an die Freunde des Systems. Nehmt diesen Artikel bitte auch mit ein bisschen sportlicher Distanz. Ein guter Webentwickler kann mit fast jedem System ein gutes Produkt umsetzen. Ohne TYPO3 gäbe es vielleicht auch kein WordPress. Und TYPO3 würde es wahrscheinlich heute nicht mehr geben, wenn in den letzten Jahren nicht doch ein wenig Entwicklung erfolgt ist – vielleicht aber eben nur, weil der Druck von außen gestiegen ist. Wettbewerb (nicht Verbote oder Vorschriften) schafft eben auch Innovation 🙂

20 Comments

  • Typs Hacks sagt:

    Also,
    1.WordPress ist für Noobs und kleine Unternehmen
    2. Typo ist das beste CMS der Welt, nur weil du keine Ahnung hast musst du nicht Haten…..
    3. Lern programmieren anstatt wie ein Kind TYPO3 zu haten.

    • admin sagt:

      Ok wenn Du schon vom Programmieren sprichst. Dann ist selbiges das nächste Argument gegen Typo3. Typoscript ist eine absolute Katastrophe. Typo3 ist für alle die Angst vor PHP haben.

      • Jeff sagt:

        Typoscript dient in TYPO3 zur Konfiguration des Systems. Mit dem system-eigenen Extbase-Framework hat man PHP en masse zur Verfügung, mit dem man Funktionen für die Seite programmieren kann.

  • Simon sagt:

    Endlich mal wieder ein schlechter Kommentar. 😉 Für jemand, der nicht mal richtig TYPO3 schreiben kann ^^

    Nur weil TYPO3 dich als Entwickler in verschiedene Muster zwingt und nur weil es sicherer als WordPress ist, ist es nicht schlechter!

  • Meiner Meinung nach grenzt der Beitrag faktisch sogar an Unwissen. Von den Schreibfehlern, die meine Vorredner ansprachen, sehe ich einmal ab – das ist mir egal.

    Unsere Webseite incl. Shop mit 14000 Produkten als auch 1400 redaktionellen Seiten läuft störungsfrei unter TYPO3. Wir hatten nie ein gehacktes System oder andere Vorfälle.

    Viel Spaß mit den laufenden Problemen bei Magento (laufend Sicherheitslücken, die schnell gestopft werden müssen) oder einem gehackten WordPress. Und WordPress mit z. B. WooCommerce sollte gleiches abbilden können?

    Niemals. Außerdem ist das Backend, welches in dem Beitrag von 2020 abgebildet wurde, nicht das neueste, sondern eines von mindestens 3 Versionen zuvor.

    Wer auf dieser Basis verkaufen möchte und argumentativ so bei Kunden auftritt, wird auch nur solche Kunden haben, die eben sich mit WordPress zufrieden geben.

    Alle derzeit moderen Techniken werden bei TYPO3 eingesetzt. Symfony z. B.! Absolut zeitgemäß bei professionellen Anwendungen. Bei WordPress zu finden? Fehlanzeige. Der Quelltext von WordPress? Vollkatastrophe!

    Es stimmt. TYPO3 hat die letzten 10 Jahre viel an Marktanteil eingebüßt. Wir werden sehen, was die Zukunft bringen wird!

  • Simon Buttazzi sagt:

    Nun ja,in diesem Artikel fehlt die Fachlichkeit.

    > KOMPLEXITÄT IST NICHT GLEICH FUNKTIONALITÄT
    > Typo3 ist komplex. Es bietet viel. Aber die Boardmittel sind extrem mager. (…) Typo3 kann im Prinzip nicht viel solange man es nicht aufwändig erweitert.
    Das ist richtig, TYPO3 versteht sich als Framework zum erstellen von CMS. Eben nicht um einfach Websiten zu erstellen.

    > Aber die Boardmittel sind extrem mager.
    Nunja, verglichen mit was? Vergleichen mit WordPress ist das falsch. Einfaches Beispiel: Volle Mehrsprachigkeit im Frontend und Backend.

    > TYPO3 IST TEUER
    > Man mag von Typo3 halten was man will, aber im Grunde sind sich alle darin einig, dass die Entwicklung selbst einer einfachen Webseite mit Typo3 sehr aufwändig ist.
    Von paschal allen zu reden ist einfach und kein Argument. TYPO3 als Technische Grundlage für eine einfach Website ist ebenso eine falsche Wahl wie eine G-Klasse als Gefährt zum Einkaufen, es geht, aber es geht einfacher.

    > DAS PRINZIP DES “UNENTBEHRLICH PROGRAMMIERENS”
    > (…) Jede noch so kleine Änderung oder Erweiterung bedarf einer aufwändigen und unintuitiven Anpassung via TypoScript. Das macht es nicht nur dem Kunden unmöglich selbst an der Seite etwas zu verändern, sondern – so die gängige Wahrnehmung – sorgt dafür, dass der Kunde bleibt und nicht wechseln kann. Typo3 ist eine in PHP gemeißelte Wechselhürde.

    Hier gibt es eine Fehlinformation! In den letzten Releasess entwickelt sich TYPO3 von TypoScript stetig weg.
    Hier spricht das Argument in eine andere Rcihtung, jeder Kunde kann mit einem Standard zu einer anderen Agentur wechseln, dei auch TYPO3 bedienen kann, auch wenn es nur darum geht die implementierten Funktionalitäten in ein anderes System zu migrieren.
    Eine Eigenentwicklung ohne Standards und Frameworks als Grundlage ist im schlimmsten Fall nur genau von dem Entwickler wartbar, der sie auch erstellt hat. Das erschwert den Wechsel enorm.

    > TYPO3 IST UMSTÄNDLICH
    > (…) Kurz: Das Backend von Typo3 ist eine Katastrophe.
    Das Backend ist responsible und selbst auf einem Smartphone bedienbar …

    > TYPO3 IST HÄSSLICH
    > Nunja, wir meinen natürlich das Backend. Das Frontend liegt ja immer noch in der Verantwortung der Entwickler. Aber man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass das Typo3-Backend zu den hässlichsten Interfaces gehört die die CMS-Welt hervorgebracht hat.
    Sie haben wohl noch nicht all zu viele CMS-Backends gesehen, die auch für größere Projekte taugen.

    > SIE HABEN NOCH TYPO3 IM EINSATZ?
    > Kein Problem. Wir von enym – medienkompetenz bekommen jedes noch so komplexe System auf ein modernes und intuitiv zu bedienendes WordPress migriert.
    Es gibt gute Alternativen zu TYPO3, jedoch fällt keiner dieser namen in diesem Artikel. Worpress ist ebenso ein weit verbreitetes System mit Stärken, jedoch hier ein Vergleich von Äpfel mit Birnen.
    Die Kunden, die eine solche beschrieben Migration von komplexen (lzB. lokalisiert, internationalisiert, mutlidomain und mit Entitydatenbanken, Berechtigungsstufen im Backend und vielleicht einem DAM) Systemen hinter sich haben, kommen dann gerne zu großen Agenturen und lassen sich beraten.

    Für die Visitenkarte gibt es sicherlich andere geeignete Systeme.

  • Johannes K. sagt:

    Dieser Kommentar ist nicht zeitgemäß. Im Bild sieht man eine extrem veraltete TYPO3 Nutzeroberfläche.

    Es sieht so aus, als ob der Autor sich seit Jahren nicht über TYPO3 informiert hat oder mit einem mehrere Jahre altem System unterwegs ist. Somit sind auch die Kritikpunkte halbwegs verständlich, treffen so aber zumindest zum Teil nicht mehr zu.

    – TypoScript – es kann und muss nicht alles in TypoScript gemacht werden – in der Tat wird vieles, was vorher in TypoScript “programmiert” wurde jetzt mit Fluid (Templating Engine) oder in PHP gelöst. Gerade der Satz “Typo3 ist für alle, die Angst vor PHP haben” trifft absolut nicht zu – man kann mit TYPO3 sehr viel in PHP programmieren und dabei die bestehende TYPO3 API nutzen.

    Wo ich zustimme – es ist zum Teil zu komplex und gerade für Einsteiger hat es eine sehr lange Lernkurve. Hat man die aber erstmal hinter sich, ist es extrem mächtig.

    Aber – nicht für jedes Projekt ist es die beste Wahl. Das trifft aber auch auf WordPress zu.

  • Karsten sagt:

    Wenn WordPress so easy und so gut ist, wozu braucht man dann noch eine Agentur? 🙂
    Diese Art Beiträge sind so überflüssig, aber vielleicht fehlt es euch ja an Aufträgen und ihr müsst mit allen Mitteln versuchen Leute von euch zu überzeugen.

    Das wär der einzige Sinn den ich hier entdecken kann. Na von mir aus, wenn’s Spaß macht. Kein Problem.

    Wir können uns als Agentur nicht vor Aufträgen retten, TYPO3 Entwickler werden händeringend gesucht. Also alles in allem ziemlich rosige Zeiten für TYPO3 Entwickler. Das kommt nicht von irgendwoher, egal was ihr hier schreibt.

    Übrigens, wir machen als Agentur auch WordPress Seiten und nicht nur TYPO3. Wir prüfen mit unseren Kunden die Anforderungen und entscheiden dann welches System am besten passt. Damit fahren wir seit Jahren ziemlich gut.

    Viel Spaß noch weiterhin ;-).

  • Michael Drauer sagt:

    Viele Punkte wurden hier schon erwähnt und muss ich nicht nochmal aufzählen.
    Aber ein Punkt nervt mich seit Jahren- das Missverständnis zum Thema TypoScript.
    TypoScript ist eine Konfigurationsprache wie es bei modernen CMS (außer WordPress) viele gibt als da wären
    YAML (Symfony) , XML (Joomla), JSON (Viele Headless CMS) der Vorteil hierbei ist natürlich das Konfigurationen einmal geschrieben werden müssen und danach einfach versioniert und kopiert werden können.
    Das dem Autor dieser Zusammenhang und die Weitsicht der damaligen Entwickler entgangen ist, spricht für seinen Kenntnisstand.
    Während WordPress Konfigurationen entweder in der wp-config als Constante (meist nur Core eigene Einstellungen) hinterlegt oder es stumpf in die Datenbank (die meisten Plugins) schreibt das erzeugt also immer wieder neuen Aufwand bei neuen Installationen – nicht zuletzt ein Grund für die vielen Search&Replace Plugins die die komplette! Datenbank umschreiben, da sollte es jedem Entwickler kalt und heiß über den Rücken laufen.

    Ob TYPO3 immer die beste Wahl ist? Keine Ahnung -möchte ich im Einzelfall nicht bewerten.
    Ist WordPress immer die beste Wahl? Definitiv nicht!

    Trotzdem Props das der Autor die sehr kritischen Kommentare durchwinkt. Habe einen ähnlichen Beitrag auch versucht fachlich zu widerlegen dabei ist der Kommentar nicht freigeschalten worden.

  • FG sagt:

    dieser Hate-Artikel ist fachlich leider nicht zu halten und fällt unter die Kategorie “Click baiting”.
    TYPO3 gibt es mittlerweile in v11 und die Projekt-Zahlen steigen wieder – zurecht. Mit sauberer Architektur (kein “wp_” Scripting-Massaker), PHP Middleware, einem PHP-Extension-Framework, der Zusammenarbeit mit dem Symfony-Projekt und v.a. mit der zeitsparenden Umsetzung auch jeder noch so abgefahrenen Konfiguration aufgrund eines Kundenwunsches ist es eben nach wie vor für mittelgroße bis große Webseiten zeitgemäß und “nicht tot zu kriegen”.

    Das TYPO3 Headless Core Projekt mit vuejs-anbindung und nuxtjs als SSR Komponente sucht in der WP-Welt seinesgleichen.

  • Frederik Schütte sagt:

    Hmm, das ist doch genau der hier beschriebene Grund: Für die allermeisten Anwendungsfälle ist TYPO3 die falsche Wahl. Es ist vielleicht mächtig – das wird oben in dem Artikel ja auch ünberhaupt nicht bestritten – aber es ist derbe kompliziert und in den meisten Fällen braucht man sich diesen ganzen Stress nicht zu geben. Habe neulich genau das gleiche Problem gehabt. Typo3 war weder für uns als Anwender praktikabel noch nachhaltig entspannt erweiterbar. Nutzen und Aufwand stehen in keinem Verhältnis zueinander. Alleine das Backend von Typo3 ist geradezu ätzend und Normalnutzern kaum zumutbar.

  • Opa sagt:

    Ich benutze Typo3 von Anfang an für mittlere bis große Projekte. Trozdem bin ich nie so richtig warm geworden.
    Inzwischen hab ich einen Programmierer, der dann weiter macht, wenn ich nicht mehr durchblicke.
    Der Aufwand ist enorm. Die Lernkurve extrem flach. Man kann sich wunderbar in den Mögichkeiten verirren.
    Die Dokus haben Freaks (nicht negativ gemeint) gemacht. Vieles ist inzwischen halb gar und Bugs z.B. in Workspaces brauchen 10 Jahre bis sie gefixt sind!
    In WordPress klatsche ich eine Website einach hin. Wenn was nicht passt wird es schnell angepasst. Es fehlt aber nach wie vor ein richtiger “Seitenbaum” und vor allem native Mehrsprachigkeit.
    Es gibt Dokus ohne Ende, vieles ist aber mit vorsicht zu genießen, da jeder DAU für WP Dokus schreibt.
    Ich kann weder T3 noch WP empfehlen und suche schon länger nach Alternativen. Aber jedes CMS hat vor und Nachteile.
    Bedenken habe ich bei der Zukunft von T3, da ich inzwischen angst habe, dass mein ganzes T3 Know-How irgendwann für die Katz war, wenn ich mir die Nutzerzahlen anschaue und dass inzwischen nach Indien Outgesourced wird.

  • Hallo,

    bei all den wütenden TYPO3-Befürwortern in den Kommentaren, habe ich das Gefühl hier muss ich mich auch mal zu Wort melden.

    Es ist ein guter Artikel, spricht haargenau die Punkte an, die aus Kundensicht in 95% aller Fälle gegen eine TYPO3 Website sprechen.

    Neben den unverhältnismäßig hohen Kosten, ist für mich der entscheidende Punkt, dass TYPO3 auf dem Weg ist auszusterben. Das ist auch der Grund, weshalb es so schwer ist Entwickler mit TYPO3-Kenntnissen zu finden. Da von rosigen Zeiten zur Reden, muss an einer rosa Brille liegen.

    Unternehmer, die langfristig planen und sich die Marktanteile ansehen, erkennen das und lassen die Finger von TYPO3.

    Ich habe einen Artikel zum WordPress Marktanteil geschrieben und hier verlinkt. Er zeigt auch Grafiken der verschiedenen CMS Marktanteile. Bei der Recherche für den Artikel bin ich von einigen Zahlen wirklich überrascht gewesen. https://julia-vicentini.de/blog/wordpress-marktanteil/

  • Man mag von jedem System halten was man will, aber ich benutze TYPO3 seit über 10 Jahren und das sehr erfolgreich.

  • Hallo zusammen,

    gleich vorweg: Wir setzen bei uns in der Agentur sowohl WordPress (WP) als auch TYPO3 ein. Beide haben Vor- und Nachteile, siehe auch https://www.berliner-digitalbuero.de/blog/wordpress-vs-typo3-1/ Und ich kann sehr gut nachvollziehen, warum ihr bei Enym WP so sehr schätzt. Es ist ja auch wirklich sehr smart. Und eure Referenzen zeigen eindrucksvoll, was man damit alles realisieren kann.

    Dennoch gibt es Website-Projekte bei denen ich meinen Kunden nach wie vor TYPO3 empfehle. Der wichtigste vorweg: Richtig aufgesetzt, läuft es ist unheimlich stabil und das über viele, viele Jahre hinweg.

    Hinzu kommt: Es gibt kaum eine Funktion, die damit nicht realisiert werden kann. Diese Flexibilität hat natürlich ihren Preis. Und das nicht nur monetär, sondern auch in der Komplexität. Anders ausgedrückt: Je anspruchsvoller / individueller die Website und je mehr Redakteure mit unterschiedlichen Rechten involviert sein werden, desto mehr lohnt sich in meinen Augen TYPO3.

    Zu 1) Ist T3 teuer in der Umsetzung und Wartung?
    Das läßt sich nicht pauschal beantworten, zumindest nicht für anspruchsvolle Websites. In der Regel schneidet aber WordPress zumindest für kleiner Websites unter dem Gesichtspunkt des Preis-Leistungsverhältnisses besser ab.

    zu 2) Machen sich Agenturen mit TYPO3 „unentbehrlich“?
    Ein ganz klares nein. Denn es ist ja nicht so, dass es in Deutschland keine TYPO3-Agenturen gäbe, die das Projekt übernehmen könnten. Hinzu kommt, dass PHP noch immer absolut gängig ist.

    zu 3 bis 5) Ist TYPO3 ist umständlich und unintuitiv zu bedienen?
    Über die Nutzerfreundlichkeit lässt sich streiten. Meine Erfahrung zeigt jedoch, dass auch technisch weniger versierte Menschen schnell mit dem CMS vertraut sind. Allein der vom Explorer gewohnte Seitenbaum ist schon smart. Der Punkt geht klar an TYPO3.

    Anwender, die sich in T3 eingearbeitet haben, möchten es in der Regel nicht mehr missen. Ihnen erscheint WP oft komplexer. Letztlich ist der Mensch eben ein Gewohnheitstier.

    Viele Grüße nach Hamburg und euch weiterhin viel Erfolg

    Jürgen Zöllner vom Berliner Digitalbüro

  • Rene Gast sagt:

    Habt ihr WordPress-Jünger es echt nötig, Aufträge auf Kosten von TYPO3 zu bekommen? Letzteres hat in den vergangenen Jahren echt viele alte Zöpfe abgeschnitten und sich mit Fluid, Symfony (Expression Language) oder YAML weiterentwickelt. TYPO3 ist nicht alt: Eine Zeit lang hat es aktuelle Entwicklungen definitiv verschlafen, Blogging etwa, selbst SEO. Aber auch in diesen Bereichen ist es inzwischen sehr gut, man betrachte die (offizielle) Blog-Extension oder das SEO-Modul. Durch das erwähnte Fluid ist die Entwicklung sehr smart geworden und geht oft schneller als mit WordPress, das mit Gutenberg mindestens einen kritikwürdigen Weg eingeschlagen hat. Mit der “Structured Content Initiative” wird sich das Backend – das ich für meinen Teil mittlerweile gar nicht hässlich finde – schon bald deutlich ändern. Und das neue Dashboard im Backend ist schon sehr gut und lässt sich leicht erweitern. Und aus Performance-Sicht und “dank” Bloat-Code, der vielfach mit WordPress generiert wird, sollten wir gerade WordPress weniger einsetzen. In jedem Fall brauchen wir einen Wettbewerb der Systeme und TYPO3 sollte uns als fast schon deutsches oder europäisches System erhalten bleiben.

  • Milo sagt:

    Guten Tag
    Auch ich kenne TYPO3 und WordPress und beide schon recht lange. Die Diskussion welches System besser ist, gibt es wahrscheinlich auch schon so lange.
    Es ist sinnlos die beiden Systeme 1:1 zu vergleichen. Denn beide haben eine ganz andere Grundidee, die darunterliegt. WordPress ist als Blog konzipiert und das sieht man immer noch und ja, als Blog ist es wirklich gut. Ich empfinde aus Sicht des Redaktors WordPress immer etwas umständlicher, da viele Elemente eines Posts oder bei einer Website (dort je nach Editor sogar nervig) an verschiedenen Orten angepasst werden müssen. Aber als Blog ist es ganz OK.

    TYPO3 ist als CMS oder EMS für Websites entwickelt und da liegt auch die Stärke Inhalte können von den Redakteuren strukturiert und ja, einfach bearbeitet werden. Es ist alles dort, wo man es erwartet, und man hat viele Möglichkeiten on Board, die die Bereitstellung von Inhalten erleichtert. (Ein und Ausblenden, Referenzieren, Zeitsteuerung, Zugriffsreche etc. nur als Beispiele) All diese Funktionen sind auf dem Inhaltselement standardisiert vorhanden, egal wie die Website gebaut wurde und welche Erweiterungen im Einsatz sind. Also hier ein klarer Pluspunkt, was die Einfachheit angeht. Je komplexer eine Seite vom Inhalt her, desto mehr kommen diese Stärken von TYPO3 zum Tragen. Sorry für alle Fans von WordPress, aber der Punkt für Einfachheit für Redakteure geht eindeutig an TYPO3. Hier haben aber oft die WordPress-Jünger keine oder wenig Erfahrung gesammelt.

    WordPress punktet mit Plugins, von der Anzahl her ist das imposant. Aber viele der Plugins sind auch einfach da, weil das Grundsystem Lücken hat. So gibt es zum Beispiel Plugins für eine einigermassen geordnete Dateiablage. Das ist bei TYPO3 einfach on board dabei und das mit weitgehenden Funktionen bis zur Rechtevergabe. Für ganz viele Sachen braucht TYPO3 keine Extra-Plugins, weil alles schon da ist, standardisiert und Ready to use. Für Redakteure, welche einmal mit einer TYPO3 Website gearbeitet haben, fällt es einfach eine andere TYPO3 Website zu betreuen. Bei WordPress gibt es weniger Standards und je nach Architektur der Website kann ein grosses Suchen beginnen.
    Ich denke in den Punkten, die oft als Hauptvorteile für WordPress genannt werden, ist TYPO3, wenn man sich drauf einlässt, überlegen.

    WordPress hat aber ein paar ganz gute Element, die man auch erwähnen muss. Es gibt viele Template-Pakete, die in sich abgeschlossen sind (trifft leider nicht auf alle zu), wenn man dann bei den Pakten bleibt, dann ist ein effizientes Arbeiten gegeben. Auch hier je komplexer eine Website ist, desto mehr kommen die Schwächen von WordPress zur Geltung, zum Beispiel fehlt ein funktionaler Seitenbaum nach wie vor, was bei TYPO3 durchwegs seit Urbeginn im System ist.
    WordPress hat auch ein paar nette Effekte bei den Plugins, die sind zwar nicht immer praktisch in der Pflege, aber durchaus nett. Bei TYPO3 gibt es ähnliches auch, aber die Auswahl ist kleiner. Für Webdesigner kann man mit WordPress recht schnell etwas vorführen. Aber ich muss dann halt manchmal etwas Unordnung im Backend in Kaufnehmen, weil alle Plugins irgendwie auf erster Ebene einen Platz beanspruchen, das ist bei TYPO3 zum Teil auch so, aber oft kann man die Gruppen beeinflussen und die Kernfunktionen sind immer gleich, z.B. Speichern ist immer am gleichen Ort, egal welches Plugin da ist.

    Fazit
    Man kann mit WordPress arbeiten und kann schnell imponieren.
    TYPO3 hat einheitliche Ansprüche an Plugins und ist so etwas aufwändiger in der Umsetzung, Doch wird sich ein Redakteur nie mit Code oder Typoscript herumschlagen müssen.
    Die Kosten sind nicht so eindeutig unterschiedlich. Bei TYPO3 sind die Anfangsinvestitionen etwas höher, aber wenn man die Zeiteinsparung für die Redakteure und die Langlebigkeit einer Website (ich betreute Websites, die mehr als 15 Jahre im Einsatz sind und über die Jahre mit wenig Kosten an die neuesten Anforderungen von PHP und Datenbank angepasst werden konnten.
    Dass WordPress in Zahlen so erfolgreich ist, könnte auch daran liegen, dass jede Installation zentral gezählt und registriert wird, unabhängig ob die Website produktiv im Einsatz ist.
    Ich würde eher einmal die Usability für Redakteure vergleichen (unabhängig vom GUI) und da, wenn es überhaupt nötig ist, einen Vergleich anstellen.

    Aber wie anfangs gesagt, man sollte die Systeme gar nicht miteinander vergleichen. Das ist wie ein Vergleich zwischen Ruderboot und Fahrrad – es bringt nicht viel.

  • Florian Frank sagt:

    Entscheidend ist nicht das CMS sondern derjenige der es implementiert. Frei nach der Devise: Die größte Kanone nützt nix, wenn der Kanonier besoffen ist.

    Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass WordPress Websites häufig von Quereinsteigern mit dubiosen, fertigen Templates oder noch schlimmer, mit WordPress-Pagebuildern zusammengenagelt werden. Gewürzt wird das dann noch mit teilweise völlig unsicheren Plugins. Das Resultat ist dann eine unsichere Website mit grauenvollem Code und unterirdischen Ladezeiten. Wenn dann noch der Kunde auf das Backend losgelassen wird, entwickelt so eine WordPress-Website häufig zu einen Totalausfall.

    Bei TYPO3 sind deutlich weniger ahnungslose Laien am Start, da man zumindest rudimentäre Programmierkenntnisse braucht. Und mit angepassten Rollen & Rechten, einem WYSIWYG Backend Layout sind TYPO3 Websites durch den User quasi nicht zu zerstören.

    Es gibt auch Kollegen, die tolle und qualitativ hochwertige, individuelle WordPress Websites coden. Diese Websites sind dann allerdings in der Regel genauso teuer wie TYPO3 Websites. Und diese WordPress Perlen sind in dem Meer voller WordPress „klickklick fertig“ Schrottagenturen schwer zu finden.

    Also egal welches CMS, Preis & Qualität einer Website wird immer maßgeblich durch die Fähigkeiten desjenigen bestimmt, der die Website umsetzt.

    • enym sagt:

      Ich gebe Dir vollkommen Recht. WordPress darf nicht missverstanden werden als ein Bausatz der immer ein perfektes Ergebnis garantiert. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass die Mehrheit der WordPress-Seiten weder sauber entwickelt noch in irgendeiner Form gewartet wird. Freiheit schafft auch die Freiheit viel falsch zu machen. Ich weiß von etlichen “Kollegen”, die glauben, sie wären Web-Entwickler, nur weil sie mal das Divi-Theme installiert haben. Das ist schlimm – aber ich bin davon überzeugt, dass sich letztlich Qualität durchsetzt.

      Grundsätzlich beruht meine Argumentation auch darauf, WordPress als ein Framework anzusehen. Ein Datenbank-Management-System, das sich flexibel anpassen lässt und ein ergonomisches UI bereitstellt, dann ist auch gegen moderne Page Builder nichts einzuwenden. Der Trend geht hier zu immer saubereren Lösungen wie Gutenberg, Oxygen oder LiveCanvas. Die Zeiten, in denen nur noch Spaghetti-Code generiert wird, sind endlich langsam vorbei. Im Zweifel entwickelt sich das sogar zum besten Argument gegen TYPO3.

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